Die wichtigsten Fachbegriffe in Kürze

Darmflora:
Summe aller Bakterien im Darm, von entscheidender Bedeutung für den Stoffwechsel. Im menschlichen Darm befinden sich bis zu 400 verschiedene Bakterienarten und zehn Mal mehr Bakterien als der Organismus Zellen hat.
Diarrhö:
Medizinischer Fachbegriff für Durchfall (griechisch: durchfließen)
Dehydratation:
Krankhafte Verminderung der Körperflüssigkeit in Folge von Durchfall, Austrocknung
Elektrolyte:
Körpereigene Stoffe, die elektrischen Strom leiten, also u.a. den Herzschlag maßgeblich mitbestimmen. Zu den Elektrolyten zählen Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphat, Sulfat und Chlorid. Eine schwere Störung des Elektrolyt-Haushaltes ist lebensbedrohlich.
Kalium:
Ein Elektrolyt, das wesentlich für die Funktionsfähigkeit der Zellen, insbesondere der Nerven- und Muskelzellen, ist. Bei Durchfall droht Kaliummangel durch Verlust von Darmschleimhautzellen.
Lactobacillen:
Stäbchenförmige Bakterien, die zur natürlichen Darmflora gehören. Sie können eine Ansiedlung von schädlichen Mikroorganismen im Darm verhindern.
Reisediarrhö:
Durchfall, der während einer (Fern-)Reise auftritt. Jeder zweite Urlauber ist davon betroffen.

Rotaviren:
Aggressive Viren, die weltweit als häufigste Ursache für Magen-Darm-Infektionen gelten. Wegen des oft schweren Verlaufs und ihrer schnellen Verbreitung ist der Nachweis von Rotaviren in Deutschland meldepflichtig.
Salmonellen:
Bakterien, von denen es über 2.200 verschiedene Arten gibt. Häufigster bakterieller Durchfallerreger, kann Typhus auslösen. Salmonellen-Infektionen sind meldepflichtig.